Und wer macht mich glücklich?

©Gertraud Schnabel

Oh Gott, wie oft ich diese Frage schon gehört habe!! Ich kann es gar nicht mehr zählen. Niemand, wenn nicht du selbst!! Ist jedes Mal meine Antwort!

Was ist Glück eigentlich?
Jeder ersehnt es, jeder kennt es, aber keiner weiß wo es her kommt!? Doch, im Grunde wissen wir es alle, haben es schon hunderte Male gelesen in Reimen und Versen. 

Es ist auch bekannt, dass man Glück nicht finden kann, sondern nur glücklich SEIN kann. Ganz banal ausgedrückt, glücklich sein ist eine Entscheidung, welche wir in jeder Sekunde unseres Lebens selbst treffen! Ob bewusst oder unbewusst, das spielt dabei aber keine Rolle.

Sicher, es ist leicht zu klagen, ich bin unglücklich, weil ich diesen Mann, dieses Haus, diesen Job… nicht habe, aber um glücklich zu sein, braucht man dies alles nicht. Glücklich sein, kann man genau in diesem Augenblick!!
Man braucht nur die Augen zu schließen und sich genau vor Augen führen, wann man das Gefühl des Glücks schon mal erlebt hat. Und dann spürt man es wieder. Das ist alles. Und jeder war schon mal glücklich – zumindest für Momente! Dies genügt jedoch schon, um wieder zu lernen, wie sich Glück anfühlt. Das zentrale Thema dabei ist, Glücksgefühle werden erzeugt durch Situationen, die mit Geld nicht zu kaufen sind! Freundlichkeit, Freude, sich angenommen fühlen, Wertschätzung, Mitgefühl, Zusammengehörigkeitsgefühl, Lachen, all diese kleinen Gesten und Momente erzeugen in uns ein Gefühl des Glücks. Wenn die Grundeinstellung zu diesen Dingen nicht stimmig sind, wird auch niemand von außen diese Gefühlsentstehung ankurbeln können.

Das ist wie mit den heißen Sommern, zuerst klagen alle, es ist so kalt, wann kommt endlich der Sommer, ist er dann da und bringt uns mal 3 Wochen nur Sonne und Hitze, dann klagen alle wieder – oh es ist so heiß, ein bisschen Abkühlung wäre schon wunderbar. Und kommt dann nur ein Tag der Regen, reden alle gleich vom Sauwetter! Statt zu sehen, wie gut dieser Regen ist, dass er eigentlich genau das ist, was sich alle gewünscht haben…

Der Mensch ist ein Jammertal. Gott sei Dank gibt es auch Menschen, welche die kleinen Dinge des Lebens schon zu schätzen wissen. Welche die täglichen Wunder dieser Erde erkennen können. Oft sind es jene Menschen, die singen, malen, fotografieren, wandern, meditieren, beten, also einfach tun, was Freude bereitet.
Aber auch jene, welche einfach ein Lächeln schenken, da sind, wenn sie gebraucht werden, ohne sich aufzuopfern, die erkennen, dass ein Stückchen Glück geschenkt, auch Glück für sich selbst bedeutet.

Glück definiert auch jeder für sich auf ganz spezielle Weise. Der Eine empfindet Glück beim Lauschen seiner Lieblingsmusik, der Andere beim Essen seines Lieblingsgerichtes und wieder ein Anderer, wenn er in den Armen eines geliebten Menschen liegen darf. 

Leider gibt es viele Menschen, die gleich benennen können, was sie unglücklich macht und nur sehr wenige wissen, was sie in ihrem Leben haben möchten, um Glück empfinden zu können. Und alles, was man kaufen kann – merkt man früher oder später macht nicht wirklich glücklich! Es ist maximal ein Weg in die Richtung um zu erkennen, was einem wirklich aus tiefster Seele heraus glücklich machen kann. Die Liebe zu sich selbst und die Demut vor dem Leben. Nicht zu verwechseln mit dem Selbstverliebtsein.

Jene, die darauf warten, dass der Partner, die beste Freundin, der Chef,… wer auch immer, einem das Glück bringen wird, sitzen oft sehr lange da und warten. ER-warten und VER-warten ihr Leben!

Darum suche nicht das Glück – sei glücklich! Hier und jetzt, denn es ist wunderbar. Es wird dir die Kraft geben, das Leben zu meistern und wenn du denkst, das sich das Glück gerade ganz fest vor dir versteckt hält –  Lächle in dein Herz und das Glück wird sich zeigen!

Teilen

Auch Huren gehen anschaffen

©Gertraud Schnabel

Heute ist doch alles danach ausgerichtet, dass wir Dinge schaffen sollen – es wird als sehr lobenswert angesehen, etwas zu schaffen! Welche Ziele erreicht werden sollen, Haus gebaut, schicke Autos, Kleidung und aller möglicher Krempel soll angesammelt werden.

Den gilt es in Stand zu halten, zu reparieren, zu verteidigen. Wir müssen Prüfungen schaffen, die uns andere vorgeben, um dass wir die Bewertung erhalten, mit dem Ziel, dass andere Menschen uns nicht mehr selbst zu erspüren brauchen, sondern ein Urteil von irgendjemandem, in Form eines Zertifikates kurz überfliegen und übernehmen können. 

Darin geht es jedoch meistens darum, ob derjenige es geschafft hat, sich gut genug anzupassen, wortgetreu totes Wissen nachsagen kann, oder ohne selbst zu denken und die eigenen Talente einzubringen, sich schnell genug in Arbeitsprozesse einfügen kann.

Es ist zu einer Tugend geworden – der Volksmund ist wie immer gesprächig darin: jemandem zu schaffen machen; etwas hat mir zu schaffen gemacht; sich an etwas zu schaffen machen, was einem nicht gehört, mit jemandem nicht zu schaffen haben wollen; sich jemanden vom Halse zu schaffen; etwas aus der Welt schaffen wollen; etwas zur Seite schaffen wollen; Schaffen gehen;

Auch Huren gehen anschaffen! Das kommt angeblich daher, dass die Frauen für Sex Geld heran geschafft haben! Dadurch wurden sogleich zwei Dinge mit einer Klappe geschlagen – uns Weiber von unserer Göttlichkeit weggebracht und entehrt und auch noch die Überforderung des “Schaffen müssen”! Anstatt die Leichtigkeit des Erschaffens mit dem Geist zu tun, mit unserer Schöpferkraft und unserem einzigartigen Wesen und nicht mit der ständigen Überforderung, ich schaffe es nicht, was von mir erwartet wird!

Oder jedoch auf der anderen Seite – für jemanden wie geschaffen zu sein; vollendete Tatsachen zu erschaffen! Ja hier ist es, das ursprüngliche Wort – ERSCHAFFEN! 

Gott hat in sieben Tagen die Erde und das ganze Universum erschaffen und den Menschen als Abbild Gottes! Wir wurden von ihm erschaffen! Somit hat es eine riesige Schöpferkraft, wenn wir uns wieder mit dem Erschaffen beschäftigen!

Teilen

Die Gesellschaft und die Unter-Haltungs-Industrie

©Gertraud Schnabel

Wenn wir, das Volk, die Mehrheit der Menschen als die Gesellschaft bezeichnet werden, dann bedeutet das wohl, dass es über dieser Gesellen-schaft noch eine andere Instanz geben muss bzw. wird. Nur wer ist das? Stehen nicht über den Gesellen noch die Meister? Wer sind diese und wer hat sie zu Meistern erkoren? Und uns, die Gesellenschaft zu ihren Dienern? Wer von uns einzelnen Menschen hat das bestätigt oder befürwortet? Wurden wir dazu befragt? Wenn ja, wann und von wem?

Oder ist es nicht so, dass wir dieses von unserer tollen und findigen Unter-Haltungs-Industrie gezeigt und eingeimpft bekommen und wir es gar nicht hinterfragen, wie so viele Worte und Wortbedeutungen nicht beachtet werden? 

Was bedeutet Unterhaltung? Wer hält wem unten? Wozu? Schauen wir uns den Begriff mal näher an:

Wikipedia sagt uns dazu folgendes:

Unterhaltung steht für:

  • Unterhaltung (Kultur), kulturelle Aktivitäten mit dem Ziel, einem Publikum Freude zu bereiten
  • Gespräch, verbale Kommunikation
  • Unterhaltung (Bauwesen), die Instandhaltung von Gebäuden
  • Gewässerunterhaltung, die Pflege und Aufrechterhaltung der Funktion von Gewässern

Unterhaltung Kultur als etwas, was dem Publikum Freude bereitet – tut es das wirklich? Wie viele Sendungen in den Kanälen, die es zu Hunderten gibt, zeigen ausschließlich Gewalt, Not und Zerstörung – wem genau macht das Freude? Ist es nicht eher so, dass es uns jegliche Hoffnung nimmt, uns vom Glück und der Freude fern hält? Naja wird ja auch nicht umsonst fern-sehen bezeichnet – unser Leben aus der Ferne sehen, nicht selber leben, aus der Ferne sehen! Wie erfahre ich es, wie es sich anfühlt, selbst einen Berg zu besteigen und am Weg zum Gipfel meine Erlebnisse zu haben? Nur durch selbst tun – von der Ferne sehen wird mich nicht bereichern! Genauso wenig, wie ich durch eine Kochsendung selber satt werde!

Ein Gespräch und eine Kommunikation ist für mich etwas anderes als eine Unterhaltung! Unterhaltung ist jemandem etwas zu vermitteln, nicht ein Austausch von gleichwertigen Wesen! Denn wie bei Punkt eins angeführt, ein Publikum zu unterhalten, berieseln und es ist nicht von Wichtigkeit, wie das Publikum über das Gesehene und Gehörte denkt. Dies interessiert niemanden! Im Gegensatz dazu heißt es ja nicht umsonst im Volksmund – Haltung bewahren, eine eigene Haltung vertreten, mit aufrechter Haltung zu sich zu stehen! 

Unterhaltung von Gebäuden ist auch eine gute Beschäftigungstherapie und ein guter Industriezweig, welches man gesondert zu diskutieren vermag.

Gewässerunterhaltung ist ebenfalls sehr interessant und ein Milliardengeschäft – installiert von findigen Mächten, um uns abzulenken – erst wird das Wasser verunreinigt, in seinem natürlichen Lauf begradigt und somit degeneriert, aufgestaut, also malträtiert auf allen nur erdenklichen Ebenen und dann bedarf es der Unterhaltung und der Aufrechterhaltung der Funktion von Gewässern? 

Ist die Arroganz der Gesellen-schaft und ihrer selbsternannten Meister noch zu übertreffen?

Teilen

Frauenkreis – Weiberzirkel

©Gertraud Schnabel

Ein paar Tage ist es her, dass wir unseren 2. Frauenkreis hatten, auch dieser war wieder wunderbar berührend, sehr gefühlvoll und heilsam!

Aus diesem entstand in mir eine Botschaft – es ist an der Zeit, das Wort Frauenkreis in Weiberzirkel umzuwandeln! Ich weiß, viele Frauen empfinden das Wort WEIB als Schimpfwort! Doch warum ist das so?

Aus dem Wort WEIB ergibt sich doch unsere WEIBLICHKEIT, so wie sich aus dem Wort MANN MÄNNLICHKEIT ergibt! Warum ist die Männlichkeit und MANN geblieben, doch aus WEIB wurde Frau? Wer hat das veranlasst? Was genau wäre FRAULICHKEIT? Ist es das, was wir jetzt in den FRAUENMAGAZINEN sehen, lesen und als neue Werte verkauft bekommen? Ist es von irgendwelchen Hintergrundmächten gemacht, um uns von uns selbst und unserer Essenz fernzuhalten? Solange wir uns unserer Weiblichkeit nicht mehr bewusst sind und auf der ewigen Suche danach sind, entfernen wir uns immer mehr von unserer Schöpferkraft. Wir Weiber sind für unsere Kinder zuständig – auch für die Männer! Wie sollen wir unsere Mädchen und Jungen zu – in sich ruhende, starke, hingebungsvolle Menschen begleiten, wenn wir selbst nicht mal wissen, wer wir sind? Ist uns deshalb die Weiblichkeit genommen worden, damit wir FRAU sein sollen – wenn wir die Worte bzw die Schwingung der Worte WEIB-LICHKEIT* und FRAU anspüren, können wir vielleicht schon spüren, wie weich das erste Wort klingt und wie steif und hart das zweite!

Ohne das Gefühl in sich zu spüren, was es bedeutet, weiblich zu sein, wird uns die Hingabe fehlen und ohne Hingabe an den Mann wird es ihm fehlen, seine Männlichkeit zu erfahren! Und schon ist uns die Verbindung zu uns selbst verwehrt!

Auch ist es nicht ohne Grund, dass so vielen von uns Weibern noch alle möglichen Arten des Missbrauchs, der Vergewaltigung und der psychischen wie physischen Gewalt angetan wurde, um uns richtig aus unserer Größe und Schöpferkraft zu bringen, denn je weiter weg wir von unserer Schöpferessenz gebracht werden und je weniger wir uns daran erinnern, desto schwächer werden die Männer sein, desto leichter werden wir klein unbedeutend und steuerbar! Was das alles nach sich zieht und wo es uns hinbringt, das kann sich wohl jeder selber ausmalen, das würde hier den Rahmen sprengen! 

Doch eines sei noch gesagt, wir vom Weiberzirkel haben es uns zur Aufgabe gemacht, uns gegenseitig zu unterstützen, beim Erinnern, Heilen, Wachsen und uns wieder erkennen zu lernen, wer wir wirklich sind – wundervolle Weiber, kraftvolle Göttinnen und liebende Schöpferwesen!

Mein Dank gilt allen wunderbaren Wesen, die mich bereits unterstützen und diejenigen, die bald kommen werden und uns helfen, gemeinsam wieder richtig WEIBLICH zu sein!

*ich schrieb bewusst WEIB-LICHKEIT, da die meisten Weiber es im Moment besser annehmen können, als WEIB

Teilen

Loslassen und Veränderung

©Gertraud Schnabel

Schön langsam kommt der See zur Ruhe! Vorbei ist die wilde Zeit des Frühlings und des Sommers. Auch die Herbststürme lassen nach, die alles noch einmal von vorne aufgewirbelt haben! Die Natur ergibt sich in ihre Nacktheit und sichtbar bleibt nur das Beständige! 

Alles andere ist gewichen, hat dem Sturm der Veränderung nicht stand gehalten! Lange war die Hoffnung da, dass die Gewohnheit bleiben kann, dass wir verschont bleiben, wir an altem festhalten können und nicht hinsehen brauchen, die Veränderung einfach ignorieren können. 

Doch jetzt ist es klar, es ist Zeit, nach innen zu gehen und das eigene wärmende Feuer anzumachen! Sich zurückzuziehen und sich dem Unvermeidlichen hinzugeben! So wie die Stürme im Außen zusammengeräumt haben, aufbricht, zum Vorschein bringt, was unter der Blätterdecke versteckt war, genauso ist es Zeit, in uns selbst zu sehen, rund um uns WAHRzunehmen, was noch zu uns passt und was entsorgt werden darf! Beginnen zu hinterfragen, selbst zu spüren und uns Gewahr zu werden, ob uns gefällt, was wir gerade leben – erleben – ob wir selbst JA dazu sagen können, weil es für uns stimmig ist oder ob es der bewussten Veränderung bedarf!

Die Natur hat keine Angst, alles abzuwerfen, loszulassen, in die Stille zu gehen und mit neuer Kraft, neues Leben hervorzubringen. Angst ist kein guter Ratgeber, wenn es Angst bringt, ist es nicht in der Liebe, somit ist es nicht der richtige wahrhaftige Weg. So fühl nach innen und spüre, was du brauchst, damit die Angst verschwindet und der innere Frieden sich einstellt und richte dich danach aus!

Nur dann werden wir den Winter überdauern und sowie die Samen im Inneren der Erde nicht erfrieren, sondern in der Finsternis des Verborgen-SEIN überleben und somit im Frühling neu zum Leben erweckt! Dann jedoch, werden wir, wie die Natur mit einer Kraft erblühen, wachsen und gedeihen, dass es unaufhaltsam sein wird!

Teilen

Du hast mich fallen gelassen!

©Gertraud Schnabel

Ich dachte, ich gehöre zu dir, doch du hast mich fallen gelassen, achtlos, mich dem Tode preis gegeben, du wusstest, dass ich ohne dich sterben würde, weil wir einfach eins waren, eins sein müssen, damit ich leben kann! Auch du wirst ohne mich nicht mehr der selbe sein, dir wird was fehlen und du wirst dich ohne mich nackt fühlen! Du hast dich mit mir geschmückt, dich von deiner schönsten Seite zeigen können, jetzt sieht man dir von weitem an, wie alt und knorrig du wirkst, wo die Zeit dir Wunden zugefügt hat, du wirkst gebrochen in manchen Bereichen, für alle sichtbar! 

Jetzt geht meine Reise ohne dich weiter, ich werde so nicht mehr zu dir zurück kommen. Das geht nicht mehr, doch wenn du deine Nacktheit ohne mich überlebst, die Kälte, die dir jetzt begegnen wird, überlebst, diese frostige Zeit des – ohne mich seins – überdauerst, dann werde ich wieder kommen, versprochen, sofern es rund um dich auch wieder warm wird, hell und du mir Nahrung gibst und wieder Halt, damit ich mich bei dir festhalten kann und mich selbst zum Ausdruck bringen kann, in meiner Art und meiner Form des SEINS! So ist der Kreislauf, du hast mich fallen gelassen, jetzt musst du warten, bis mich die Wärme erneut wachsen lässt, um dass ich dir wieder dienen kann!

Das ist der Kreislauf und die Symbiose zwischen Baum und Blatt, aus der Sicht des Blattes!

Teilen

Unser erster Frauenkreis

©Gertraud Schnabel

Wir haben den Frauenkreisabend ins Leben gerufen, da sich die Stimmen mehrten, endlich wieder einmal Frau sein spüren zu wollen und die Weiblichkeit wieder entfalten zu können. Einfach zu sein, nicht, wie wir es antrainiert bekommen haben, alle anderen und alles andere über die eigenen Bedürfnisse zu stellen, sondern wieder einmal selbst an erster und wichtigster Stelle zu stehen.

Selbst wichtig zu sein, sich spüren zu lernen, zu fühlen, wo die eigenen Bedürfnisse liegen, sich wahr zu nehmen und die ureigene Weiblichkeit wieder zu entfalten, ist die zentrale Aufgabe der Zusammenkünfte. Die Weiblichkeit und das Gefühl dazu wurde früher – bei den Urvölkern – von den Stammesältesten auf die nachfolgenden Generationen weiter gegeben – nicht nur durch erzählen sondern durch vorleben. Es war im kollektiven Bewusstsein verankert, es wurde aktiv gelebt in der Gemeinschaft, die kleinen Mädchen hörten schon zu, wenn junge Frauen Rat bei den weisen alten Frauen suchten und lernten so, was es bedeutet Frau zu werden und zu sein. Sie hörten schon von der Wichtigkeit der Hingabe, nicht nur um selbst glücklich zu sein, sondern auch dem Mann eine gute und wichtige Partnerin zu sein.

Wenn man heutzutage Frauen fragt, was Weiblichkeit bedeutet, kommt meistens ein fragendes “ich weiß es nicht” oder dass es sich dabei um schminken und stylen zu müssen und als Erotikwesen für den Mann zu dienen. Es wird ja auch dementsprechend in den modernen Frauenmagazinen so suggeriert und uns auch noch fest gesagt, dass wir einem Frauenbild des schlanken Körpers entsprechen müssen, um “up to date” zu sein. 

Darum haben wir es uns zur Aufgabe gestellt, uns Frauen wieder in das Bewusstsein der Urweiblichkeit zu bringen, gemeinsam mit den Ahnen und im aktiven Wirken der unterschiedlichen Charaktere der anwesenden wunderbaren Frauen. Es finden sich genau diese Frauen an den Abenden zusammen, die sich gegenseitig fördern und unterstützen, sich bei der Heilung alter Wunden helfen können, die sich spiegeln und in Liebe annehmen. 

Jedes Thema, jede Sorge und auch jede wunderbare Anekdote findet Platz und Würdigung. Die Wichtigkeit der offenen Kommunikation wird wieder sichtbar, da wir dadurch erkennen, dass wir alle an den selben Themen zu arbeiten haben, nur die Zeitpunkte sind unterschiedlich. Das gegenseitige Halten und Gehalten werden, bedingungslos, einfach weil das Gefühl da ist, dass es gerade gebraucht wird, ist eine wunderbare Erfahrung dabei.

Wenn du nähere Infos möchtest, kannst du dich gerne per Mail an uns wenden: g.schnabel@wortspielakademie.com

Teilen

EIGENVERANTWORTUNG

©Gertraud Schnabel

Das Märchen vom Energiesparmodus und der Eigenverantwortung

Unser Gehirn ist darauf ausgerichtet möglichst wenig Energie zu verbrauchen und viel Energie zu erhalten. Zusätzlich sind wir konditioniert worden, die Verantwortung überall wo es geht, abzugeben an andere. Das bringt wirtschaftlich gesehen sehr viel Umsatz und fördert die Reichen.  Das beginnt bei der Gesundheit, über die „Schönheit“ bis hin zu unserer Lebenseinstellung bzw Lebensform und dem vermeintlichen „glücklich sein“. 

Der Trend bestimmt, wie unsere Haare, Kleidungsstil, Fingernägel und dergleichen auszusehen hat, um dass wir schön und begehrenswert sind. Nicht wir selbst bestimmen, wie wir uns wohl fühlen, was uns selbst gefällt, wir folgen einem Trend, wie es zu sein hat. Ich kenne wenige Frauen, die gerne bügeln, doch alle nehmen den Druck auf sich, Wäsche zu bügeln, stundenlang einer Tätigkeit nachzugehen, die sie hassen, um einen Trend zu folgen – glücklich werden sie dadurch nicht! 

Sie gehen zum Frisör, um sich eine Frisur machen zu lassen, wo der Frisör meint, die passt ihnen, zahlen viel Geld dafür und sind dann nicht wirklich zufrieden damit, gehen nach Hause, waschen sich die Haare u gestalten die Frisur um, weil es so nicht gepasst hat. Sie lassen sich die Fingernägel künstlich machen, was wieder wer anderer tun muss, gegen Entgelt natürlich, weil es selbst ja nicht möglich ist. 

Es werden viele Kosmetika gekauft, wo künstliche Ersatzstoffe drinnen sind, anstatt die echten natürlichen Mittel zu nutzen, da dies ein paar Handgriffe mehr bedeuten, also Energie verbraucht. Man hat die Zeit nicht dazu, weil man ja Geld verdienen muss. Welches man nicht bräuchte, wenn man diesen Trends nicht folgen würde, die weder glücklich machen, noch gesund sind. 

Fertigessen geht schneller, ist jedoch teurer, ungesund, was danach Energieaufwand bedeutet, um wieder zu gesunden. 

Wir gehen einer Arbeit nach, die wir nicht mögen, um Dinge zu kaufen, die wir weder brauchen noch wirklich wollen, um im Trend zu sein, um dazu zu gehören, angenommen zu werden, um super dazustehen. Wenn dann die Neider um uns sind, fühlen wir uns unwohl, sind verletzt, weil wir angefeindet werden. Wir kämpfen wieder darum, angenommen zu werden, wie wir sind und verstehen nicht, warum es nicht funktioniert. Mit falschen Haaren, Nägel, Kleidung und Jobs, die nicht unsere Werte, Talente und Wesen zur Geltung bringen. Ein ständiger Energieaufwand, eine Maske und eine Rolle zu spielen, die uns suggeriert wurde, die weder unser Wesen widerspiegelt, noch uns glücklich macht.

Wir lassen andere entscheiden – Chefs, Partner, Freunde, Verwandte, Ärzte, Politik, Trends – wo man sich trifft, was man macht, was integer ist, wie man zu sein hat – das ganze Leben wird abgegeben, denn das spart Energie! Bis man innerlich aufgegeben hat und meint, da kann man halt nichts machen, falls man sich unwohl fühlt. Jetzt – ja genau jetzt ist der Zeitpunkt, wo man sehr viel Energie braucht, um das auszuhalten, um sich gegen sich selbst zu stellen, die innere Stimme zu unterdrücken, die Sehnsucht des Herzens zum Schweigen zu bringen und schließlich und endlich um die verlorene Gesundheit, die unweigerlich dadurch leidet, wieder zu erlangen.

Hätte man – ja hätte man doch nur – die Energie vorher aufgewandt, um zu sich zu stehen, um sich zu fragen, wer bin ich, was bin ich, wie komme ich dahin, genau das zu leben, was mich selbst ausmacht. Was sind meine Talente, wie fühle ich mich wohl, wie möchte ich sein? Und dann zu schauen, was brauche ich, dass ich dahin komme, wo ich glücklich bin! Ja, das kostet scheinbar sehr viel Energie und Kraft, jedoch auf lange Sicht gesehen viel weniger, weil ich danach genau das Leben führe, was ich möchte u das kostet dann viel weniger Energie, als das auszuhalten, was andere für mich bestimmen und gegen mich selbst zu handeln.

Zu mir zu stehen fließt, ist leicht, fügt sich von selbst. Die Anstrengung ist lediglich davor, mir klar und bewusst zu werden, wer ich bin und zu entscheiden, zu mir zu stehen. Ja, auch da werden Neider da sein, jedoch viel weniger, mehr werden gleichgesinnte uns begleiten, die sehen, wer wir wirklich sind und uns genauso schätzen achten und annehmen, wie wir eben sind. 

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass wir hier auf dieser Erde irgendetwas an Energie erhalten, ohne welche einzusetzen. Denn alles ist Energie und Energie geht nicht verloren, sie wandelt sich. Die Wege sind unterschiedlich, genauso wie wir, denn wir sind nicht gleich, niemand gleicht dem anderen, wir sind einzigartig! Unsere Gefühle machen unsere Seele aus, das Wesen beseelt den Körper. Freude, Liebe, Lachen und Leichtigkeit schwingen fein und mit hoher Energie, dies erreichen wir, wenn wir dem Herzen folgen, unseren Herzensweg gehen. Fremdbestimmtheit, Ärger, Krampf und Selbstablehnung und Verleugnung schwingen schwer und entstammen dem Ego, der Maske, der Rolle die uns zugedacht wurde und kosten sehr viel Energie, werden niemals glücklich machen und uns von innen nähren können.

Wann beginnst du, DEIN Leben zu leben, welches sich für dich gut anspürt, leicht ist, dich beschwingt und lächeln lässt? 

Wann sparst du wirklich deine Energie, indem du in die Eigenverantwortung über gehst und das tust, was dich ausmacht, lebst, wer du wirklich bist und was dich glücklich macht?

Eigenverantwortung ist Freiheit und Freiheit ist der Weg, nicht mehr tun zu müssen, was andere für mich entscheiden, sondern zu tun, was ich selbst gerne mache. Freiheit ist die Kunst sich selbst zu leben!

Teilen

Der Herbst

©Gertraud Schnabel

Ich spüre ihn, wie er kommt, der Sturm, er tobt in meinem Garten, aber auch in mir. Ich spüre den Herbst meiner Gedanken! Viele sterben einfach ab, haben im Frühling so verheißungsvoll begonnen, sind aufgeblüht zu wahrer Pracht, doch jetzt, bevor ich sie noch ernten konnte, hat ein Sturm sie weggefegt! Nicht jede Blüte des Frühlings ist im Herbst eine Frucht geworden. Doch auch viele Blüten, wo es nicht danach aussah, sind reif geworden und schmecken herrlich!

Grau ist es geworden rund um mich, obwohl ich noch das eine oder andere Leuchten feststellen kann. Die Blätter sind es, die der Sonne noch die Kraft huldigen, die sie bald nicht mehr haben wird. Denn auch sie, die Sonne muss zugeben und sich eingestehen, dass es Zeit wird anzuerkennen, dass die Kraft nachlässt. Das es an der Zeit ist, wieder etwas in den Hintergrund zu treten, um woanders strahlend zu leuchten. Was nicht bedeutet, dass die Sonne selbst an Kraft verliert, nur dort, wo sich der Herbst die Vorherrschaft sichert, dort ist es an der Zeit kürzer zu treten, nur mehr selten zu scheinen. Bewusst werden zu lassen, wie kostbar das Licht ist, wie viel grau es zu besiegen mag, einfach dadurch, dass es ein paar Strahlen aussendet, die einem bis ins Herz berühren!

Kalt ist es geworden, was mich veranlasst nicht mehr so oft nach außen zu gehen, wenn doch, mich besser einzuhüllen, um den Wind nicht so zu spüren. Ich liebe den Herbst, ich mag ihn sehr, denn er regt mich an, mich wieder nach innen spüren zu lassen. Er zeigt mir, wie viel Leuchten aus mir kommt, wie viel Kraft in mir steckt, wenn ich produziere, Gedanken, Taten, Fotos, Geschichten, Träume, Ideen… doch zuerst im Inneren, erst später, wenn es wieder Frühling wird, nach außen. Wenn der Kreislauf wieder bei seinem Anfang beginnt.

Jetzt kommt die Zeit der Reflexion. Die Zeit, des nach innen zu gehen. Der Baum macht es uns vor, er wirft seine Verbindungen nach außen ab, um sich seine Ressourcen zu erhalten, um nicht zu viel nach außen abzugeben. 

Die Stimmung passt sich an, so wie sich die Erde dreht und sich die Jahreszeiten anpassen. Alles passt sich an, alles war schon so oft da, alles kommt wieder. Jeder Herbst ist ein Herbst, trotzdem ist kein Herbst wie der andere! Herrlich, der Nebel am Morgen, der die Spinnweben sichtbar werden lässt, die immer schon da waren, aber nur jetzt, durch die Tautropfen ans Tageslicht kommen. Für alle sichtbar, wie Worte, die zeigen, was sich alle denken, aber nur die „Bösen“ zu sagen trauen. Wer ist böse, was ist böse? Der Nebel, ja, denn er verdeckt die Sonne und macht die Spinnweben sichtbar, das, was ich in meinem Garten nicht sehen mag, das, was mir scheinbar die Schönheit vergällt. Tausende von kleiner Spinnen, die jetzt im Herbst zu leben beginnen, die ausziehen in die weite Welt, obwohl sie zuerst mit dem Verstecken beginnen müssen, bevor die Zeit der Sonne wieder kommt. Die Weben lehren mich, nach innen zu gehen, nachzusehen, wie ist es mit meinem Herbst? Lass ich wirklich nur die Sonne scheinen, die Blätter leuchten, oder ziehe ich wie ein Sturm durch das Land, fege alles ab, lasse meine Regentropfen überall das Land berühren. 

Ach ja, der Regen, kalt, nass, nicht sehr beliebt hier. Seine Tropfen können viel Schaden anrichten, doch auch viel Gutes bringen. Wenn er sanft und nährend mit Vorsicht vor sich hin tröpfelt. Nicht wie eine Sturmflut über das Land fegt, ohne Rücksicht auf Verluste!

Darf ein Baum überhaupt beginnen zu sprießen, aus einem Samen, obwohl er nicht weiß, ob er es schaffen wird, seine Bestimmung zu erfüllen? Darf er weiter wachsen, obwohl der Winter härter werden könnte? Hat es überhaupt einen Sinn, sich dem zu stellen, was die Natur so zur Schau stellt? Hat es Sinn, sich den Wetterbedingungen zu stellen, ohne dass man weiß, wie es endet, wo es hinführt, wie weit er wachsen wird? 

Baum sei! Richte deine Äste auf, lass den Sturm an dir vorbeiziehen, den Wind durch deine Blätter fegen, schenke ihm deine farbigen Blätter, die du ohnehin fallen gelassen hättest. Schenke sie ihm, damit sie tanzen beim Abgang, lass ihm den Glauben, es wäre seine Stärke gewesen, der sie abgerissen hätte. Ist es wichtig, dass der Wind weiß, dass du sie hergegeben hast. Muss der Wind von dir hören, dass du zum Schluss der Sieger bist, weil du im Frühling wieder neue Blätter bringen wirst? Lass es gut sein und beuge dich dem Augenblick, denn stehst du starr, könntest du brechen! Beugen heißt, Demut zu zeigen, da steckt Mut drinnen, dich zu beugen, du wirst wieder aufstehen. Du wirst siegen! Du bist stark! Und du wirst wachsen daran, es wird dich größer werden lassen und du wirst stolz zeigen, dass du diesen Standort verdient hast! Der Sturm kann deine Äste verbiegen, aber nicht deine Wurzeln versetzen, außer du lässt los, du lässt die Erde los und dich fallen, dann beginnt eine neue Welt für dich! Was immer sie auch bringen mag!

Der Kreislauf des Lebens! Werden und vergehen, kommen und gehen! 

Diese Gedanken widme ich allen Frauen, die es schaffen, nach jedem Sturm die Kraft zu spüren, wieder aufzustehen, die es schaffen, sich zu beugen und doch sie selbst zu bleiben. Die Widrigkeiten des Lebens zu bestehen und zu wissen, dass der Tag der Sonne unweigerlich wiederkehrt!

Vergesst nie, wer ihr seid, was ihr seid und was für euch euer Universum ist. Jedem seine eigene Welt und Wahrheit!

Vielen Dank, für die Geduld, meine Worte zu lesen. Ich wünsche euch noch einen schönen Herbst und Stürme, die ihr leicht aushalten könnt!

Teilen

Wenn ich nackt vor dir stehe

©Gertraud Schnabel

Wenn ich nackt vor dir stehe und du mich mit den Augen betrachtest, schweigend wie immer, dann zeigst du mir alles, wie es ist, ohne Wertung deinerseits und doch…

Und doch zeigst du mir, was ich bin, wie ich fühle, schonungslos ehrlich und doch so unendlich verlogen!

In deinen Augen erkenne ich die Reinheit meiner Seele, diese unendliche Güte, mit der du mir zeigen kannst, wie schön ich bin, wie meine Augen dir zeigen, dass mein Lachen von innen kommt, mein ganzes Wesen dich erfreut!

Und doch sind dann wieder diese Momente wo du mich gnadenlos in die tiefste Hölle wirfst, dieser schonungslose Blick, jedes Detail betrachtend, verurteilend, bewertend, wie es nur dir möglich ist zu tun! Wobei es ja nicht wirklich du bist, es sind meine Gedanken über mich, sie sind in meinem Kopf verankert! Ich interpretiere, was du mir zeigst, ich interpretiere es nach meinem Empfinden über mich, so wie ich mich fühle in diesem Moment, denn du tust gar nichts! 

Bist nur da, neutral, stehst mir zur Verfügung, geduldig und lässt mir den Spielraum, in mir zu erkennen, was auch immer ich erkennen möchte! Die Einzigartigkeit meines Wesens, oder die pure Vernichtung meines verurteilenden Denkens über mich selbst! Du lässt mir die Wahl, in jedem Augenblick, schonungslos! Du schweigst, du hilfst mir nicht aus meiner Qual meines eigenen Denkens und du machst mich nicht weniger, wenn ich mich gut fühle! 

Je älter ich werde, je länger wir zusammen durchs Leben gehen, desto mehr lernst du mir, gnädig mit mir selbst zu sein! Mich anzunehmen, wie ich bin, wenn ich nackt vor dir stehe, gibst du mir die Zeit, zu erkennen, dass nur ich es bin, der mit sich im Reinen sein muss, um Frieden zu spüren, Frieden mit mir! Dann ist auch Friede mit dir!

Je länger ich mit dir lebe, desto weniger Macht gebe ich dir über mich! Ich habe aufgehört, mich dir entziehen  und akzeptiert, dass du da bist, obwohl es ja von Anfang an meine freie Wahl war, dich in meine Nähe zu bringen, da ich ja wusste, du wirst mir alles über mich zeigen, was ich über mich denke! 

Mein Spiegel – mein Freund – meine Feind, Aufzeiger der Polarität! Ich werde dich nicht abmontieren, ich werde dir nur den Platz zuweisen, der dir gebührt! Ich werde anerkennen, dass du mir nur spiegelst, was ich denke! Du bist nur da, um meine Gedanken über mich sichtbar zu machen! Ich lächle dir zu und bedanke mich bei dir! Friede sei mit mir!

Teilen