Objektiv und subjektiv – sachlich und emotional

Das Objekt wird uns gelehrt, dass damit die Dinge gemeint sind, also eigentlich etwas Totes produziertes!

Das Subjekt hingegen sind Wesen, die Gefühle haben, wie der Mensch und das Tier!

Soweit so gut – ist verständlich und auch eigentlich nur ein Wort, was die Verhältnisse klar beschreibt, damit wir uns auskennen. 

Doch jetzt fängt es an, dass es im genaueren Hinhorchen bei nicht mehr stimmig ist! Wir sollen in der Kommunikation zueinander sachlich sein, es objektiv betrachten! Wie kann ein Subjekt etwas objektiv betrachten, ohne Gefühle, ohne Emotionen? Alles was wir betrachten kann doch nur auf der subjektiven Betrachtung heraus geschehen, es ist doch die Summe meiner Erkenntnissen aus den vergangenen Erfahrungen, Erlebnissen, Prägungen, Dogmen und Mustern, die ich eingeimpft oder selbst erfahren und erkannt habe. Das fließt unweigerlich in jede Betrachtung der Situationen oder anderen Menschen mit ein, ob es uns nun bewusst ist oder auch nicht!

Der Vorwurf, der uns oft trifft, wir sollen nicht so subjektiv sein, ist genauso schlimm und tragisch für uns, wie wenn wir gesagt bekommen, wir sollen nicht emotional sein! 

Der Mensch hebt sich doch genau aus diesem Grunde von allem anderen ab, weil wir die Fähigkeit des Fühlens und Empfindens haben!

Als Kind habe ich so oft gehört, ich soll doch viel mehr selbstlos sein! Ahaaa! Was genau passiert denn, wenn ich mich selbst los bin? Es war also genau das Bestreben, dass wir uns selbst los sein sollen, damit wir nicht mehr unseren eigenen Träumen nachhängen, sondern die Wünsche und Träume anderer erfüllen! Dabei wurde uns noch eingeredet, wir sollen uns auf wesentliche Dinge konzentrieren! Wie können DINGE WESENTLICH sein? In WESENTLICH ist doch das Wort WESEN enthalten – ein DING hat kein WESEN! 

Wo führt es die Menschheit hin, wenn wir selbstlos, sachlich uns den wesentlichen DINGEN hingeben? In die ARMUT – mutlos, ohne Träume, mit großer Distanz zu uns, zum Gegenüber und zum wirklich Wesentlichen – unserer Seele, unserem Wesen!

Ja, wenn dies vollbracht ist, sind wir gute, nicht denkende, nicht fühlende Arbeitsdrohnen! Die weit entfernt vom subjektiven Empfinden des eigenen Wesens auf die Dinge konzentriert sind – Konsumgüter – wir lieben unser Auto, Kleidung, Fernseher u dergleichen, jedoch wir mögen die Freunde und Familie! 

Würden wir wieder beim subjektiven Wesentlichen ankommen, würden wir unsere Talente lieben, es lieben uns zu begegnen und das Auto mögen, weil es uns die Fortbewegung erleichtert! Wer genau hat geschafft, uns so umzupolen, dass wir selbst unsere Kinder darin unterweisen, dass sie nicht so vor sich hin träumen sollen, nicht faul und tatenlos den Tag verbringen dürfen, sondern sich objektiv Gedanken darüber machen sollen, was sie einmal werden wollen!

Dabei ist der Mensch, das Wesen bereits, wenn es auf die Erde kommt! Es braucht nichts mehr zu werden – es ist ein liebendes, lebendiges Wesen! Es fühlt, es denkt und es liebt bedingungslos! Bis wir objektiv die Sache in die Hand nehmen! 

Alleine, wenn wir schon zu erklären beginnen, wenn ein Kind etwas möchte u es sich nicht im Ablauf der Erwachsenen einfügt, mit – die Sache ist die… In jedem Gerichtsschreiben steht drinnen – Streitsache, Sachlage, in der Sache… Wo ist der Mensch, das Wesen, die fühlende Seele hingekommen!

Sein Herz zu leben ist eine Spinnerei, von der man angeblich nicht Leben kann! Wovon dann? Von den vielen “Sachlichkeiten”? 

Es wird Zeit, dass wir uns besinnen und den Sinn unseres Lebens wieder gewahr werden, was DAS EIGEN-TLICHE WESEN-TLICHE ist im eigenen Leben! Was unser ureigenster Traum ist, unsere Talente und was wir selbstsicher, nicht selbstlos, er-LEBEN wollen! Dies ist der wahre Sinn des Lebens, den, den wir uns aussuchen, was wir erleben und erfahren wollen in diesem Leben! 

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